Kubernetes ist eine Open-Source-Orchestrierungsplattform, die containerisierte Anwendungen automatisch verteilt, skaliert und selbst heilt. Dieser Leitfaden erklärt die Grundkonzepte (Pod, Node, Deployment, Service) und baut mit K3s einen echten Single-Node-Cluster auf einem Ubuntu-VPS auf.
Um Kubernetes zu verstehen, muss man zunächst vier miteinander verbundene Konzepte unterscheiden.
Die kleinste von Kubernetes verwaltete bereitstellbare Einheit, die einen oder mehrere Container enthält.
Der physische oder virtuelle Server, auf dem Pods laufen; ein Cluster besteht aus einem oder mehreren Nodes.
Eine Ressource, die die gewünschte Anzahl und den gewünschten Zustand von Pods sicherstellt und Updates sowie Rollbacks verwaltet.
Eine Abstraktionsschicht, die hinter wechselnden Pod-IPs eine feste Netzwerkadresse und Lastverteilung bereitstellt.
Ein paar Container mit `docker run` auf einem einzelnen Server auszuführen ist einfach. Das Problem beginnt, sobald die Anzahl der Container und Server wächst.
Stürzt ein Container ab oder wird ein Node nicht mehr erreichbar, startet Kubernetes ihn automatisch neu oder verschiebt ihn auf einen gesunden Node.
Es genügt, die gewünschte Replikatanzahl anzugeben; der Scheduler entscheidet, welcher Node welchen Pod ausführt.
Eine Rolling-Update-Strategie beendet alte Pods erst, wenn die neue Version fehlerfrei läuft.
Dieselben Manifest-Dateien lassen sich nahezu unverändert von einer lokalen Testumgebung in einen Produktions-Cluster übernehmen.
K3s ist eine leichtgewichtige, produktionsreife Kubernetes-Distribution von Rancher, die als einzelne Binärdatei ausgeliefert wird. Sie verbraucht für kleine und mittlere Workloads deutlich weniger Ressourcen als vollständiges Kubernetes.
Aktualisieren Sie Ihren Ubuntu-24.04-VPS, stellen Sie mindestens 2 vCPU und 2 GB RAM bereit und öffnen Sie den benötigten Port 6443 in der Firewall.
Das offizielle Installationsskript konfiguriert Kubelet und das integrierte containerd in einem Schritt und startet es als systemd-Dienst.
K3s schreibt die Kubeconfig-Datei nach /etc/rancher/k3s/k3s.yaml; prüfen Sie die Installation über den Node-Status.
Erstellen Sie ein einfaches Deployment aus dem nginx-Image und beobachten Sie, wie die Pods in den Status Running wechseln.
Definieren Sie einen NodePort-Service, um das Deployment über die IP-Adresse des Servers erreichbar zu machen.
Erhöhen und verringern Sie die Replikatanzahl, um zu beobachten, wie Kubernetes die Pods automatisch verwaltet.
sudo apt update && sudo apt upgrade -y sudo ufw allow 6443/tcp
curl -sfL https://get.k3s.io | sh -
sudo k3s kubectl get nodes -o wide
sudo k3s kubectl create deployment nginx-demo --image=nginx:stable sudo k3s kubectl get pods
sudo k3s kubectl expose deployment nginx-demo --port=80 --type=NodePort sudo k3s kubectl get svc nginx-demo
sudo k3s kubectl scale deployment nginx-demo --replicas=3 sudo k3s kubectl get pods -o wide
Docker ist ein Tool, das Container erstellt und ausführt. Kubernetes ist eine Orchestrierungsschicht, die zahlreiche Container auf mehreren Servern automatisch verteilt, skaliert und repariert; es nutzt dabei meist containerd als Container-Runtime.
K3s ist eine Distribution, die dieselbe Kubernetes-API bereitstellt, dabei aber deutlich weniger Speicher und Festplattenplatz benötigt und als einzelne Binärdatei ausgeliefert wird. Sie eignet sich für kleine Cluster, Edge-Geräte und Entwicklungsumgebungen; dank API-Kompatibilität funktionieren erlernte Befehle auch auf vollständigem Kubernetes.
Ja, zum Lernen, für die Entwicklung und für Anwendungen mit geringem Traffic. Für Produktions-Workloads mit hoher Verfügbarkeit wird ein Cluster mit mindestens drei Nodes (inklusive Control Plane) empfohlen.
In der Praxis läuft K3s mit nur 1 vCPU und 512 MB RAM, aber 2 vCPU und 2 GB RAM sind ein realistischerer Ausgangspunkt, um mehrere Deployments auszuführen.
Das hängt von Traffic und Teamgröße ab. Für einfache Anwendungen auf einem einzelnen Server reicht meist Docker Compose; sobald mehrere Dienste, automatische Skalierung oder Updates ohne Ausfallzeit benötigt werden, wird ein Wechsel zu Kubernetes sinnvoll.
Ja. K3s oder vollständiges Kubernetes lässt sich auf jedem geeigneten Ubuntu-VPS mit Root-/SSH-Zugriff installieren; der Ressourcenbedarf sollte sich nach der Anzahl der geplanten Pods richten.
Die primäre Quelle für Konzepte, Installation und API-Referenz.
Installations- und Konfigurationsleitfaden für die leichtgewichtige Kubernetes-Distribution.
Eine Übersicht der Tools und Projektktkte im Kubernetes-Ökosystem.
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